Multitasking bei der Arbeit macht traurig

Ständige Unterbrechungen durch E-Mails lösen im Büro negative Emotionswelle aus

Stress am Arbeitsplatz: Multitasking macht traurig (Foto: pixabay.com, Pexels)
Stress am Arbeitsplatz: Multitasking macht traurig
(Foto: pixabay.com, Pexels)

Houston (pte/13.05.2020/06:10) Multitasking am Arbeitsplatz sorgt nicht nur für Stress bei Angestellten, sondern oft auch für Traurigkeit und sogar Furcht. Vor allem die ständige Unterbrechung der Arbeit durch das Lesen von E-Mails löst bei Büro-Mitarbeitern negative Emotionen aus, was zu einem sehr schlechten Arbeitsumfeld führt, wie eine Studie der University of Houston http://uh.edu zeigt.

“Emotionale Ansteckungswelle”

“Die Gesichter der Arbeitnehmer zeigen beim Multitasking negative Gefühle. Das führt zu einer emotionalen Ansteckungswelle, die sich über den gesamten Arbeitsplatz verbreitet. Dies kann der Bürokultur massiv schaden”, erläutert Studienautor Ioannis Pavlidis. Der Wissenschaftler sieht es als sehr problematisch, dass Multitasking an den meisten Arbeitsplätzen stark verbreitet ist.

Die Forscher haben ein Experiment mit 26 Teilnehmern durchgeführt. Die Probanden haben dabei eine Essay-Aufgabe gelöst. Während der Aufgabe haben sie entweder ein einziges Paket an E-Mails oder einen kontinuierlichen Strom an Mitteilungen erhalten, die sie beantworten mussten. Währenddessen haben die Forscher Videos von den Gesichtern der Studienteilnehmer aufgenommen und durch ein neurales Netzwerk ihre Emotionen analysiert.

Mehr Traurigkeit und Furcht

Probanden, die ständig neue E-Mails erhielten, neigten eher zu Traurigkeit und auch Furcht. Die Studienteilnehmer, die einen ganzen Satz an E-Mails erhielten, neigten dagegen zu neutralen Gesichtsausdrücken, in seltenen Fällen aber auch zu kurzem Ärger. Laut dem Forschungs-Team sind die negativen Auswirkungen von Multitasking anhaltend. Sie empfehlen deswegen, Aufgaben eher einzeln zu bewältigen und sie nicht für andere Aufträge zu unterbrechen.